Es ist allgemein bekannt: Bibliotheken leisten einen großen Beitrag zum aktiven Lesen und zur Bildung. Man könnte denken, in Zeiten des Internets, wenn Wissen frei zugänglich ist, würden diese Orte ihre Bedeutung verlieren. Die Statistiken weisen tatsächlich leicht diese Entwicklung auf. Gleichzeitig gibt es Trends, Bibliotheken noch mehr in lebendige Begegnungsorte umzuwandeln, wo nicht nur Bücher, Zeitschriften und eine ganze Palette an Medien vorhanden sind, sondern auch ein ganzes Spektrum an Kultur und Bildung dem Publikum zur Verfügung gestellt wird. Besucher*innen von Lesungen und Begegnungen mit Buchautor*innen, von Ausstellungen und Konzerten, Bildungsangeboten und Workshops sollen Räume der Bibliotheken mit Leben füllen und Synergien auffangen. Das bedeutet: Ausbau des Bestandes, mehr Besucher*innen, Aufstockung des Personals. Dabei soll die Mehrsprachigkeit mehr Raum bekommen und richtig gelebt werden können. Diverse Modelle sind vorhanden, z.B. in den USA, wo auch die Ästhetik der Orte stark miteinbezogen wird.

So haben sich die Pankower Stadtbibliotheken auch auf diesen Weg gemacht. Hier sollen die migrantischen Selbstorganisationen (MSO) als Expert*innen und Brückenbauer*innen eine Schlüsselrolle spielen. Der Begriff „Kulturelle Öffnung in der Verwaltung“ war einer der zentralen in der lokalen Politik Berlins 2018.
Schritt für Schritt gelingt es, der Prozess ist im Fluss.

Menschen schaffen Orte.

Unsere Hausbibliothek in der Schulze ist auch ein Beispiel, wie wichtig unsere Wünsche, Träume, Visionen sind: Sie bringen uns voran! Guter Wille und Bündelung der Kräfte schaffen es, das zu realisieren.

Nicht weniger wichtig ist aber mal anzuhalten, um zurückblicken zu können, um all das wahrzunehmen und um das wertzuschätzen zu können, was uns bereits gelungen ist. Und dafür dankbar zu sein! Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr… und der Jahreswechsel ist die beste Zeit dafür!

J. hat in wenigen Monaten seine Abiturprüfungen. Was dann? Sprachen und Kommunikation sind seine absolute Stärke. Wichtige Entscheidungen stehen nun bevor. Es ist eine intensive Zeit der Suche, der Selbsterfahrung. Das Vertrauen ist wichtig. Sich selbst treu zu bleiben, ist wichtig.
Und was ist schon richtig?

Ich freue mich. Wir freuen uns. Es ist so, wie es ist… Auf ein gutes Neues!

 

 

Agata Koch, Blogautorin, ist in Polen geboren, Germanistin, Sprachdozentin, Übersetzerin sowie Initiatorin und Koordinatorin des SprachCafés Polnisch als Modellkonzeptes lokaler sozialer Initia-tiven: www.sprachcafe-polnisch.org. Nach Studienjahren in Leipzig zog sie 1990 nach Berlin. Seit 2000 lebt sie mit ihrer Familie zu-sammen im grünen Norden der Großstadt, in Pankow. Gerade hier entdeckte sie ihre Vorliebe zur Fotografie sowie zu anderen visuellen Formen neu. In ihrem kreativen Alltag wird sie auch vom dichterischen und erzählerischen Wort begleitet. Beide Sprachen betrachtet sie als Inspiration füreinander. „Begegnungen sind wichtig“ heißt das Motto der vielen gelebten Jahre in anregender Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Generationen. https://agakoch.wordpress.com/ Dieser Blog ist eine Ankündigung einer umfangreicheren Publikation. Austausch hierzu, Ideen und neue Anregungen sind gern willkommen! Kontakt: a.koch@sprachcafe-polnisch.org.